Aquatraining für Pferde

Der Aquatrainer ist ein Unterwasserlaufband für Pferde und kann zur Rehabilitation, Prävention und Trainingsergänzung angewandt werden. Die Länge der einzelnen Einheiten, die Laufbandgeschwindigkeit und die Wasserhöhe richten sich nach der Indikation sowie dem Gesundheits- und Trainingszustand des Pferdes und werden stets individuell angepasst. Der Wasserstand lässt sich individuell einstellen und die Laufbandgeschwindigkeit ist variabel.

Wirkungsweise und Vorteile des Aquatrainings:

  • sanfter Wasserwiderstand zum Muskelaufbau
  • gedämpftes und schonendes Auftreten
  • kontrollierte und sichere Bewegung nach längeren Stehphasen, zu viel Schwung wird durch Wasser abgebremst
  • verkürzte Rekonvaleszens nach Krankheiten, Verletzungen und Operationen
  • kühlender Massageeffekt, Anregung der Durchblutung, Förderung von Regenerations- und Heilungsprozessen
  • optimale Wasserhöhe intensiviert den Bewegungsablauf
  • effektiver Muskelaufbau bei gleichzeitiger Entlastung der Knochen, Sehnen, Bänder und Gelenke

Aquatraining ist eine Form der Hydrotherapie, wortwörtlich eine Wassertherapie. Eigentlich ist es eine Art Physiotherapie im Wasser. Aquatraining ermöglicht es Pferden, sich mit geringerer Belastung von Sehnen und Gelenken zu bewegen.

 

Warum Aquatraining?

Die Vorteile des Wassertrainings sind wissenschaftlich belegt.

Die Vorteile des Wassertrainings sind wissenschaftlich und das Aquatraining wird sowohl für die Rehabilitation als auch für die Ausbildung von Pferden eingesetzt. Es hat sich unter anderem bewährt bei:

  • Sehnenverletzungen
  • Rückenproblemen
  • Postoperativer Reha
  • Präventivem Training
  • Muskelaufbau
  • Hufrehe
  • Blockaden
  • Rückenprobleme wie Kissing-Spines, Senkrücken, etc.
  • ISG- Probleme
  • Atemwegsprobleme
  • Chronische Phlegmone
  • Athrosen
  • Gelenksentzündungen
  • Kniebandprobleme/Dysplasien
  • Verbesserung der motorischen Koordination/des Gangbildes (z.B. zur Korrektur von Passgängern

Nicht nur Pferde unter dem Sattel profitieren vom Aquatraining. Aquatraining kann auch für junge Pferde von Vorteil sein, z.B. zur Vorbereitung auf die Arbeit mit Reiter. Das junge Pferd kann gerade trainiert werden, so dass nicht mit einem „krummen“ Pferd begonnen wird. Das Pferd ist auch kräftiger, bevor mit ihm gearbeitet wird.

 

Aquatraining bei verletzten Pferden

Dank des Aquatrainers können Pferde mit Gelenk-, Sehnen- oder Knochenproblemen bereits in einem frühen Reha-Stadium trainieren. Das Training kann demnach im Aquatraining bereits sehr früh wieder aufgenommen werden und die Trainingspausen können verkürzt werden. Durch die Auftriebskraft des Wassers wird das Pferd „leichter“. Die Bewegung gegen den Wasserdruck kostet das Pferd viel Kraft, da es seinen ganzen Körper einsetzen muss. Gleichzeitig werden Gelenke und Sehnen weniger belastet. Dies hat zur Folge, dass die Muskulatur im Falle einer Verletzung nicht schnell ab-, sondern zunimmt.

 

Bewegung im Kaltwasser

Für das Aquatraining wird kaltes Wasser verwendet. Dadurch werden die Gelenke und Sehnen gekühlt. Diers ist Teil des Aquatrainings und hilft bei der Genesung. Ein großer Vorteil gegenüber anderen Formen der Hydrotherapie ist, dass ein Pferd in einem Aquatrainer vollständig kontrolliert werden kann und seine Bewegungen nach vorne gerichtet bleiben.

 

Training von Pferden

Aquatraining ist eine gute Ergänzung des Trainings von Pferden, gerade im Bereich des Sports. Je nach Trainingsziel können Sie die Höhe des Wasserspiegels, die Geschwindigkeit des Laufbandes und natürlich die Trainingszeit im Aquatrainer einstellen. Aquatraining wird bei gesunden Pferden vor allem dann eingesetzt, um mehr Beweglichkeit in den Gelenken von Beinen und Rücken zu erreichen, mehr Muskelkraft zu entwickeln oder das Gleichgewicht und die Koordination zu fördern. Pferde, die in ihren Bewegungen schief sind, werden im Aquatrainer dabei unterstützt, gerader zu gehen.

 

Vorteile der Hydrotherapie

Die Therapie im Wasser hat gegenüber herkömmlichen Therapien eine Reihe von Vorteilen:

  • Die Belastung der Gelenke und Sehnen ist geringer und nach Verletzungen werden durch die Bewegung gegen den Widerstand des Wassers Muskeln aufgebaut, statt zu schwinden.
  • Der (hydrostatische) Druck des Wassers und die Bewegung des Pferdes durch das kalte Wasser reduzieren Schwellungen, Entzündungen und Ödeme. Die Sinneszellen in der Haut werden stimuliert, was die Schmerzen lindert.
  • Eine gerade und kontrollierte Bewegung des Pferdes reduziert das Risiko der Verschlimmerung von Verletzungen erheblich. Darüber hinaus kann das Pferd seinen Bewegungsdrang ausleben und wird abgelenkt, was das Risiko von „Toben im Stall“ reduziert.
  • Pferde erleben das Aquatraining als angenehme Abwechslung zur gewohnten Arbeit.

Das Aquatraining des Pferdes sollte immer unter Anleitung eines Profis erfolgen, mit einem Wasserstand, einer Geschwindigkeit und einer Frequenz, die auf das Pferd abgestimmt sind. Unsachgemäße Anwendung eines Aquatrainers kann sich als kontraproduktiv erweisen und Verletzungen mit sich bringen oder verschlimmern.

 

Quelle: leensoldaat.com

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