Wir wünschen einen schönen Nikolaustag!

Reitplatzpflege Schritt für Schritt

Hat man in einen neuen Reitplatz, Longierzirkel, Paddock oder einen Reithallenboden investiert, soll die Tretschicht natürlich so lange wie möglich funktionsfähig sein, also eine hohe Lebensdauer aufweisen. Dafür ist die optimale Reitbodenpflege ein entscheidender Faktor. In diesem Blogbeitrag erläutern wir Schritt für Schritt die Vorgehensweise zur Pflege von Reitböden.

Der ideale Reitboden

Um den Reitsport täglich und auf Dauer ausüben zu können, muss der Reitboden über einzigartige Eigenschaften verfügen. Er muss trittsicher sein und eine hohe Scherfestigkeit besitzen. Dabei sollte er aber insofern elastisch sein, dass die Gelenke der Pferde nicht belastet werden. Bei erhöhten Niederschlagsmengen soll der Reitsand die benötigte Feuchtigkeit zur idealen Verdichtung speichern und das überschüssige Wasser ableiten, sodass keine Pfützen entstehen. Auch bei längeren Trockenphasen darf der Boden nicht stauben, um die Atemwege des Pferdes nicht zu beschädigen.

Die richtige Reitbodenpflege Schritt für Schritt

Je höher die Nutzungsintensität des Reitbodens, desto öfter muss die Tretschicht gepflegt werden.

Schritt 1: Säubern der Tretschicht

Beginnen Sie mit dem abäppeln – im Idealfall sollte der Reitboden oder Paddockboden regelmäßig, also nach jeder Nutzung abgeäppelt werden. Auch weitere Verunreinigungen wie beispielsweise Laub, Äste und andere organische Komponenten müssen entfernt werden, da sich diese im Reitboden zersetzen und zu vermehrter Staubbildung führen können.

Schritt 2: Hufschlag glätten

Um den Reitboden ebenmäßig zu halten, empfehlen wir den angehäuften Sand rund um den Hufschlag 1x täglich wieder in die Bahn zu ziehen mit einer handelsüblichen Harke oder speziellen Pflegegeräten wie z.B. einem Hufschlagboy.

Schritt 3: **Abziehen mit dem Reitbahnplaner

Nachdem der Hufschlag geglättet ist, sollte der Reitboden mit einem geeigneten Bahnplaner abgezogen werden. Prüfen Sie, welcher Bahnplaner für Ihren Reitboden der richtige ist, hier gibt es Unterschiede bezüglich reinen Sandböden und Böden mit Zuschlagstoffen. Weitere Hinweise zur richtigen Auswahl des Bahnplaners finden Sie[hier].

1 Auf dem Hufschlag außen herumfahren, in jede Ecke rückwärts (mit angehobenen Bahnplaner) reinsetzen und mit abgesetzten Bahnplaner rausfahren, um den angehäuften Sand aus den Ecken zu schleppen.

grafik zur darstellung der saeuberung der tretschicht
© Stremmer Sand + Kies GmbH

2 Spurversetztes fahren in Kreisen – bis das andere Ende der Reitfläche erreicht ist.

grafik zur darstellung des hufschlag glaettens
© Stremmer Sand + Kies GmbH

3 Abschließend gerade über die Mittellinie fahren und zum Abschluss spurversetzt im Rechteck die ganze Reitbahn entlang.

grafik zur darstellung des abziehen des bodens mit dem reitbahnplaner
© Stremmer Sand + Kies GmbH

Bei Longierzirkeln und Paddocks muss das Abziehen des Sandes natürlich den Gegebenheiten angepasst sein – sollte aber trotzdem nicht vernachlässigt werden. Auch hier sollten Unebenheiten ausgeglichen werden um die Funktionsfähigkeit des Bodens so lange wie möglich zu erhalten.

Schritt 4: Bewässerung des Reitbodens

Je nach Nutzungsintensität, Disziplin und Witterungsverhältnissen, empfehlen wir den Reitboden regelmäßig und gleichmäßig zu bewässern, aber nicht zu überwässern. Um den stresan® Reitboden trittfester und „härter“ zu bekommen, kann er ein wenig mehr vor der Nutzung bewässert werden (für die Disziplin Springen zum Beispiel), als ein stresan® Reitboden der lockerer und damit auch trockener und tiefer sein soll (für die Disziplinen Dressur oder Western zum Beispiel). Vor der Bewässerung sollte der Reitboden mit dem geeigneten Pflegegerät geschleppt werden.

Tipp: Sie sind sich unsicher, ob Ihr Reitboden zu feucht oder zu trocken ist? Formen Sie mit der Hand aus dem Sand eine Kugel. Diese darf nicht bröckeln -zu trocken- und auch nicht zerfließen – zu nass-.

Schritt 5: Regelmäßige Aufarbeitung

Gerade bei Außenplätzen die über ein Gefälle oberflächlich entwässern ist es wichtig, dass dies Gefälle erhalten bleibt. Ist zu wenig Gefälle vorhanden, kann das überschüssige Wasser nicht abfließen und es können Pfützen oder „schlickige“ Stellen auf dem Reitboden entstehen.

Neben dem Gefälle sollte auch die [Tretschichtstärke] regelmäßig – 1x pro Jahr- überprüft werden, denn die Tretschicht sollte auf dem gesamten Reitboden über eine gleichmäßige Schichtstärke verfügen. Mit Hilfe eines Laser-Graders kann die Tretschicht wieder gleichmäßig ausgerichtet werden und es zeigt sich, ob Auffüllen des Reitbodens um einige Zentimeter nötig ist.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top