Richtig Anweiden

Die Sonne lässt sich wieder regelmäßig blicken, die Temperaturen kommen tagsüber in den zweistelligen Bereich und die Wiesen sehen schon richtig schön grün aus: Der Frühling ist endlich da und damit auch die Zeit, sein Pferd wieder langsam auf die Weidesaison einzustimmen.

Warum eine langsame Eingewöhnung?

Generell gilt Gras für Pferde als gesunde Futterquelle, dies trifft allerdings nur zu, wenn die Faktoren des Weidemanagements stimmen. Dazu zählen beispielsweise die Zusammensetzung der Pflanzen und die Düngung. Im Frühjahr, wenn das Gras noch frisch und relativ kurz ist, sind Eiweiße und Kohlenhydrate, insbesondere Fruktane, in großen Mengen im Gras vorhanden. Der übermäßige Verzehr und vor allem eine zu schnelle Umstellung des Futters kann ein Gesundheitsrisiko für Pferde darstellen und zu gefährlichen Verdauungs- und/oder Stoffwechselproblemen wie z.B. Hufrehe, Kolik oder Durchfall führen.

Bevor die Pferde auf die Wiese gelassen werden, sollte das Gras schon ca. zwei Handbreit hoch gewachsen sein. Im besten Fall ist die Wiese dauerhaft in Teilstücke abgetrennt, sodass sich das Gras immer wieder erholen und nachwachsen kann – positiver Nebeneffekt: Die Futtermenge kann so eingegrenzt werden.

Langsam anweiden

Je langsamer Sie ihr Pferd an das frische Futter gewöhnen, desto besser!

Lassen Sie es anfangs an der Hand grasen, zunächst nur für ca. zehn Minuten und dann mit jedem Tag ein bisschen länger. Nach ca. zehn Tagen ist es optimal, wenn Sie ihren Vierbeiner zweimal am Tag für kurze Zeit auf die Wiese zu lassen – am besten erst ab mittags, da die Fruktan Konzentration im Gras besonders nach kühlen Nächten besonders hoch ist. Wichtig vor dem Weidegang: Die Pferde vorher mit Heu (Raufutter) satt füttern. Mindestens zwei Wochen sollte man in jeden Fall für die Eingewöhnung einplanen und sein Pferd in dieser Zeit langsam an das Grünfutter heranführen. Muss das Anweiden aufgrund von schlechtem Wetter oder einer Verletzung für einige Tage pausieren, muss wieder von vorne begonnen und die Zeit auf der Weide wieder peu à peu verlängert werden.

richtig anweiden
Bild: Fotolia

Die Voraussetzung für den Weidegang ist natürlich eine die entsprechende Vorbereitung der Wiese: Es muss immer genügend sauberes Wasser vorhanden sein, die Weide sollte regelmäßig auf giftige Pflanzen untersucht werden und die Umzäunung der Weide muss unbedingt verletzungs- und ausbruchssicher sein.

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