Reitplatzbegrenzung

Ob Pensionsstall, kleiner Privatstall, Ausbildungsstall oder Reiterverein, im Trainingsalltag oder Turniergeschehen: Früher oder später stellt sich die Frage, ob der Bau eines eigenen Reitplatzes möglich und sinnvoll ist. Dazu gehören neben der Vorbereitung und dem Aufbau des Reitbodens auch die Frage nach der Pflege, der Bewässerung und der Reitplatzbegrenzung.

In diesem Beitrag werden wir die verschiedenen Reitplatzbegrenzung näher betrachten. Informationen zum Aufbau von Reitböden für Reithalle oder Außenplatz, Bewässerung und Pflege findest du in unseren Blogbeiträgen in der Kategorie Reitböden und Reitplatzbau.

 

Worauf kommt es bei der Reitplatzbegrenzung an?

Die Umzäunung soll Reiter und Pferd beispielsweise bei Stürzen schützen, gibt Pferden eine Anlehnung und dient als Begrenzung, wenn der Platz auch als Auslauf genutzt werden soll. Die Möglichkeiten der Umzäunung und der Einfassung des Platzes sind mittlerweile vielfältig.

Bei der Einfassung des Platzes, zum Beispiel mit Kantsteinen, ist wichtig darauf zu achten, dass bei einem oberflächlich entwässernden Reitboden, wie beispielsweise mit einer stresan® A Tretschicht, die Einfassung an der Gefälleseite mit der Tretschicht abschließt, damit das Wasser über die Begrenzung hinweg abfließen kann. Ansonsten entsteht ein Wasserstau, es bilden sich Pfützen und der Platz kann nicht abtrocknen. Bei einem Reitboden mit Drainageunterbau, wie zum Beispiel mit unseren wasserdurchlässigen Reitsandmischungen stresan® V, stresan® S oder stresan® N, kann der Reitplatz komplett eingefasst werden, da das Wasser nach unten hin abläuft.

 

Welches Material eignet sich für die Einfassung des Reitplatzes?

Als Einfassung des Bodens eignen sich Rasenkantensteine, Betonkantensteine oder Holzbalken. Alte Bahnschwellen sollten nicht dafür verwendet werden, da diese meist mit teerölhaltigen Holzschutzmitteln behandelt wurden, die gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten können. Mittlerweile gibt es auch sogenannte Weichkantensteine oder Elastik-Randsteine, die entweder komplett aus Gummigranulat gefertigt sind oder mit einem Polsteroberteil aus Gummi überzogen sind. Durch solche Materialien wird die Verletzungsgefahr minimiert.

 

Welches Zaunsystem eignet sich zur Reitplatzbegrenzung?

Bei der Umzäunung gibt es diverse fertige Zaunsysteme aus Materialen, wie z.B. Kunststoff, Holz oder Holz-Verbundstoff. Diese kann man bei verschiedenen Anbietern wie Großewinkelmann, Hofmeister, PODA oder Heritage mit oder ohne Montage erwerben. Eine ausführliche Beratung durch erfahrenen Zaunbauer ist hier zu empfehlen.

Die günstige Variante ist die „Do it yourself“- Variante. Dafür werden z.B. imprägnierte Holzpfosten benötigt, die circa alle 3 Meter in den Boden gesetzt werden (mindestens 40 cm tief) und mit mindestens zwei Querbrettern versehen werden, die die Verbindung zwischen den Pfosten darstellen. Zwischen den Querbrettern können zusätzlich noch Elektrobänder gespannt werden, bspw. wenn der Platz auch als Auslauf dienen soll. Andere Varianten sind Holzzäune mit einem Steck- und Verschraubsystem, sodass keine Nägel „rausgucken“ können oder (mobile) Kunststoffzäune, zum Beispiel als Turnier-Dressurviereck-Begrenzung.

 

Alternative Reitplatzbegrenzungen

Darüber hinaus besteht natürlich die Möglichkeit, den Reitplatz mit Sträuchern oder Hecken auf natürliche Weise einzufassen. Die Pflanzen benötigen aber eine intensivere Pflege als der Holz- oder Kunststoffzaun und dürfen keines Falls giftig sein. Zudem sollte man beachten, dass Blätter, Äste und andere organische Materialien von der pflanzlichen Reitplatzbegrenzung auf den Reitplatz gelangen können und die Tretschicht verunreinigen. Eine regelmäßige Säuberung des Reitplatzes muss hier also gewährleistet sein.

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